Freitag, der 13.  

Unglückstag oder Familien-Abenteuer?

Heute ist Freitag, der 13. – und ganz ehrlich? Zwischen Brotdosen, Wäschebergen und Matheheften wirkt so ein Datum fast nebensächlich. Und doch spüren viele von uns dieses kleine Ziehen im Hinterkopf: Hoffentlich geht heute nichts schief.

Aber was steckt eigentlich dahinter? Und wie können wir diesen Tag mit unseren Kindern positiv gestalten?

 

Woher kommt der Aberglaube?

Freitag galt früher in manchen Kulturen als Unglückstag, die Zahl 13 ebenso. Beides zusammen wurde über Generationen hinweg zum Symbol für Pech.

In Deutschland ist Freitag, der 13. ein klassischer „Aberglauben-Tag“ – ohne religiösen Zwang, aber mit vielen Geschichten. Schwarze Katzen, zerbrochene Spiegel oder Leitern gehören fest ins Klischee.

Für Kinder ist das übrigens unglaublich spannend: Ein bisschen Grusel, ein bisschen Mythos – aber bitte ohne echte Angst.

 

Wie gehen Kinder mit solchen Mythen um?

Kinder lieben Geschichten. Doch sie nehmen Dinge manchmal wörtlicher als wir denken.

Gerade jüngere Kinder können Unsicherheit entwickeln, wenn Erwachsene unbewusst sagen:

„Heute geht bestimmt alles schief.“

„Pass auf, heute ist Freitag, der 13.!“

Ältere Kinder finden es eher lustig oder spannend – vielleicht sogar ein bisschen cool.

Deshalb ist unsere Haltung entscheidend:
Locker bleiben.
Nicht dramatisieren.
Den Tag humorvoll umdeuten.

 

Mach doch einen Glückstag daraus!

Warum nicht bewusst das Gegenteil leben?

Hier ein paar Ideen für euren Familien-Freitag-den-13.:

1. Glücksmomente sammeln

Abends darf jeder drei Dinge sagen, die heute gut waren.
Mini-Ritual, große Wirkung.

2. Spieleabend statt Pechtag

Ein spontanes Kartenspiel, ein kleines Escape-Rätsel oder ein Familienquiz.

3. Grusel-Light-Filmabend

Kein Horror – eher lustige Gruselgeschichten.
Gemeinsam lachen statt fürchten.

4. Aberglaube entzaubern

Redet darüber:

Warum glauben Menschen an Pech?

Gibt es Beweise?

Was ist Zufall?

Das stärkt kritisches Denken – ganz nebenbei.

 

Psychologisch betrachtet

Aberglaube entsteht oft aus dem Wunsch nach Kontrolle. Wenn wir glauben, ein bestimmtes Datum bringe Pech, fühlen wir uns vorbereitet.

Doch Studien zeigen:
Freitag, der 13. ist statistisch kein gefährlicherer Tag als jeder andere.

Was tatsächlich Einfluss hat?
Unsere Erwartung.

Wer fest mit Pech rechnet, nimmt negative Ereignisse bewusster wahr. Das nennt man Bestätigungsfehler.

Und genau hier liegt die Chance für uns als Eltern:
Wir können unseren Kindern zeigen, wie Gedanken Wirklichkeit färben.

 

Meine Mama-Sicht auf Freitag, den 13.

Ganz ehrlich?
Mit vier Kindern ist jeder Tag ein bisschen chaotisch – völlig unabhängig vom Datum.

Aber vielleicht ist genau das die Botschaft:

Glück oder Pech entstehen nicht durch eine Zahl.
Sondern durch das, was wir daraus machen.

Vielleicht wird ausgerechnet heute euer besonderer Glückstag.

 

©copyright 2025 Christiane Sagorski

Alle Rechte vorbehalten.

 

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden der Übersetzungen

Wir nutzen einen Drittanbieter-Service, um den Inhalt der Website zu übersetzen, der möglicherweise Daten über Ihre Aktivitäten sammelt. Bitte überprüfen Sie die Details in der Datenschutzerklärung und akzeptieren Sie den Dienst, um die Übersetzungen zu sehen.