4 Kinder – 5 Hobbys
So organisieren wir unsere Nachmittage
Vier Kinder, fünf Hobbys, unterschiedliche Zeiten, verschiedene Orte – und mittendrin wir als Eltern.
Klingt nach Chaos? Ist es manchmal auch. Aber vor allem ist es machbar – mit einem System, das zu uns passt.
Ich nehme dich heute mit in unseren ganz normalen Nachmittags-Alltag zwischen Handball, Fußball und Tanzen.
Unsere aktuelle Hobby-Situation
Bei uns sieht es gerade so aus:
Ciara (13) → spielt Handball
Ben (10) → spielt Fußball
Max (8) → spielt ebenfalls Fußball (bald in einem anderen Verein als Ben)
Clea (6) → tanzt seit zwei Jahren
+ Clea → hat zusätzlich mit Handball angefangen
Ja, genau: fünf Hobbys bei vier Kindern.
Und ja – das war eine bewusste Entscheidung.
Warum Clea zwei Hobbys machen darf
Eigentlich haben wir bei uns eine klare Regel:
Ein Hobby pro Kind.
Aber wie das so ist – Theorie trifft Realität.
Clea wollte unbedingt Handball spielen.
Wie ihre große Schwester.
Gleichzeitig tanzt sie aber schon seit zwei Jahren – und das wirklich mit Herz.
Und ich wollte nicht, dass sie das einfach aufgibt, nur weil etwas Neues dazukommt.
Also haben wir entschieden:
Clea ist die Ausnahme.
Und ganz ehrlich? Das fühlt sich richtig an.
Die größte Herausforderung: Zeit & Organisation
Das Problem ist nicht das Hobby an sich.
Das Problem ist alles drum herum:
- unterschiedliche Trainingszeiten
- verschiedene Orte
- Überschneidungen
- Hausaufgaben
- Essen
- Alltag
- Ohne Struktur würde hier nichts laufen.
Unser System (das uns wirklich den Alltag rettet)
1. Feste Wochentage im Kopf – nicht jeden Tag neu denken
Wir planen nicht jeden Tag neu, sondern denken in festen Abläufen:
Wer hat wann Training?
Wer muss wohin?
Wer ist gleichzeitig unterwegs?
Das nimmt unglaublich viel Stress raus, weil nichts ständig neu entschieden werden muss.
2. Ein zentraler Wochenüberblick
Bei uns gilt:
Alles steht an einem Ort.
Egal ob:
- Training
- Spiele
- Schultermine
So sehe ich sofort:
Wo wird es eng?
Wo müssen wir aufteilen?
Wo haben wir Luft?
3. Aufteilen statt alleine machen
Ganz wichtig – und ehrlich gesagt ein Gamechanger:
Wir machen das nicht alleine.
- Einer fährt zum Fußball
- Einer übernimmt Handball
- Tanzen wird kombiniert
Ohne dieses Aufteilen würde es nicht funktionieren.
4. Kombinieren, wo es geht
Ich versuche immer wieder:
- Wege zusammenlegen
Zum Beispiel:
- Zwei Kinder nacheinander bringen
- Wartezeiten sinnvoll nutzen
- Einkäufe direkt verbinden
Das spart Zeit – und Nerven.
5. Klare Prioritäten setzen
Ganz ehrlich:
Es geht nicht alles.
Und das ist okay.
Nicht jedes Training ist Pflicht
Nicht jeder Termin muss perfekt organisiert sein
Manchmal bleibt auch jemand einfach zuhause
Wir schauen immer:
Was ist gerade wichtig – und was darf auch mal ausfallen?
Unser Alltag in echt (ohne Instagram-Filter)
Ich wäre nicht ehrlich, wenn ich sagen würde, dass alles immer entspannt läuft.
Die Realität ist eher so:
„Mama, ich hab morgen Training, wusstest du das?“
„Ich brauch noch Sportsachen!“
„Ich hab Hunger!“ (immer. ständig.)
Einer kommt, einer geht, einer sucht Schuhe
Und zwischendrin versuche ich, den Überblick zu behalten.
Aber:
Es funktioniert. Nicht perfekt – aber gut genug.
Was uns wirklich hilft
Wenn ich es runterbrechen müsste, dann sind es diese Dinge:
- Struktur statt Spontan-Chaos
- Flexibilität statt Perfektion
- Teamarbeit statt alles alleine machen
- Entscheidungen, die sich für uns richtig anfühlen
Und ganz wichtig:
Nicht vergleichen.
Andere Familien machen es anders.
Weniger. Mehr. Strukturierter. Chaotischer.
Aber das hier ist unser Weg.
Mein Fazit
Vier Kinder und fünf Hobbys sind nicht „zu viel“.
Wenn man ein System hat, das zum eigenen Alltag passt.
Und wenn man akzeptiert, dass:
- nicht alles perfekt läuft
- nicht alles gleichzeitig geht
- und manchmal einfach improvisiert werden muss
Aber genau darin steckt auch etwas Schönes:
Jedes Kind hat seinen eigenen Raum.
Seine Leidenschaft.
Sein Ding.
Und wir als Familie wachsen irgendwie jeden Tag ein kleines Stück daran.